Projekt -Blog zum neuen "Place To Be" der Internetszene Hamburgs.

Internetinsel auf dem Spaces2012 Kongress

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In spektakulären Räumlichkeiten fand der Innovationskongress zum Thema „Neues Arbeiten“ in Hamburg statt. In einer seit zwei Jahren leerstehenden Büroetage gegenüber dem Hauptbahnhof trafen sich fast 200 Arbeitgeber, Büroausstatter, Architekten und andere Interessierte, um die Zukunft der neuen Arbeit zu diskutieren und spannende Erkenntnisse mitzunehmen.

Im Rahmen der Organisation des Events „Spaces2012„durch die if5 haben wir auch die Internet-Insel als möglichen Ort für die Veranstaltung angedacht. Leider hat die neue Eigentümerin Hochtief uns einen Strich durch die Rechnung gemacht – aus versicherungstechnischen Gründen…

Aber wie sieht sie denn nun aus, die schöne neue Arbetiswelt?
Der Trend in der Arbeitswelt geht zur Selbstbestimmung der Arbeitnehmer, fluider Arbeitsmodelle, vernetzter und automatisierter Arbeit sowie Bildung von innerstädtischen Wohn- und Arbeitsquartieren. Die Arbeitsplatzgestaltung und die Immobilienbranche müssen sich diesen neuen Herausforderungen stellen und ihre Konzepte entsprechen neu ausrichten.

Man darf jedoch beruhigt sein, es wird nicht überall bunte Spielplätze im Büro geben wie bei Google. Aber es wird flexibler. Durch die zunehmende Digitalisierung ist die Bindung zum Arbetisplatz (und zu den guten alten Leitz-Ordnern) nicht mehr so groß. Man hat alles in der Cloud oder Zugriff auf den Server. Es wird dezentral-zentral… Wir werden viel unabhängiger an verschiedenen Orten arbeiten, aber auf der anderen Seite werden Hotspots für Branchen immer wichtiger. Es wird Orte geben, an denen trifft man sich, an denen arbeitet man zusammen und hat vielleicht auch ein festes Büro oder auch ein geteiltest.

Städte und die Immobilienbranche werden gezweungen sein ein Angebot zu schaffen, was diesem flexiblen Anspruch gerecht wird. Den 20-JahresMietvertrag mit einem Hauptmieter für 20.000 qm wird es immer seltener geben. In Hamburg stehen nach wie vor fast 8% der Gewerbefläche leer. Wenn man die schmalen Margen in der Immobilienbracnhe kennt, heißt es, dass die gesamte Branche im Durchschnitt gerade so eine schwarze Null schreibt. Diese Flächen kann man nutzen und diese Flächen wird man zukünftig nutzen. Es muss aber ein Umdenken in der Beziehung Mieter, Eigentümer und Kapitalgeber her. Wenn man den sicheren 20 Jahresmietvertrag nicht mehr bekommt, müssen die Immobilien auf kleinere flexible Flächen ausgelegt werden und auch entsprechende Mietverträge zulassen.

Die neue Arbeitswelt wird aber auch ein Umdenken in der Personalführung mit sich bringen. Prof. Dr. Andreas Pfnürr: „Wie führen Sie Mitarbeiter, die im Bett liegen? Und wie bekommen Sie die Leitung (Anmerkung: Internetleitung)  ins Bett?“

Der Veranstalter selbst schreibt dazu: Unsere Analyse der Megatrends hat gezeigt: Die Organisation von Arbeit und Büroimmobilien für Wissensarbeiter wird immer fluider. Das Neue daran: Mitarbeiter werden in einem hohen Maße selbst bestimmen, wie und vor allem wo sie zukünftig arbeiten. Evolutionär statt revolutionär, bunt statt eintönig, klassisch bis flippig und eher dezentral als zentral sind die neuen Konzepte, die Unternehmen, Städte und die Immobilienbranche vor neue Herausforderungen stellen, denn: für mobile und flexible Konzepte sind nicht unbedingt neue Hochglanzbüros nötig – der Markt gibt
genug attraktive Bestandsobjekte her!

Eine gelungene Veranstaltung und wir hoffen, dass die if5 und die Internet-Insel in Zukunft mehr zusammen machen.

  1. BenjaminBenjamin01-15-2013

    Impressionen der Spaces 2012 in Form eines kleinen filmbeitrags: http://www.youtube.com/embed/hn_B-MaMeI8

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